Cocijo, Hadad, Indra, Leigong, Oya, Raijin, Taranis und Thor. Das sind die Namen der Titanen, die ab November 3308 die Bubble angegriffen haben.
Diese Riesen erschienen aus heiterem Himmel, scheinbar als Antwort auf den Versuch der Menschheit, die Thargoiden auszulöschen. Nach der Schande von Hip 22460 (Proteus-Welle) gab es ab August 3308 Sichtungen unbekannter Objekte aus den südlichen Sektoren der Milchstraße
Mit mittlerweile 8 dieser unidentifizierbaren Objekte entdeckt, brauchte man einen Namen für diese. "Stargoid" war die Antwort wegen der grün-blauen Farbgebung der Kreaturen. Komischerweise flogen diese Schiffe nicht mit der von Menschen benutzten Hyperraum- oder von Thargoiden verwendeten Witchspace-Technologie. Vielmehr flogen diese "nur" im Supercruise, aber mit bis dahin unvorstellbaren Geschwindigkeiten.
Über die Monate von November bis Dezember 3308 kamen diese 8 "Stargoids" nach und nach in der Bubble an. Die Ankunft war verheerend. Dutzende, nein, Hunderte Sternensysteme fielen in den ersten Monaten des Krieges. Die Menschheit schien überwältigt, wehrlos und verzweifelt.
Der Höhepunkt des Desasters kam im Mai 3309 mit über 1.000 Systemen, die unter thargoidischer Kontrolle standen.
Zum ersten Mal in der Geschichte richtete die Menschheit die Waffen vereint auf einen Feind und auch in den dunklen Tagen gab es Lichtblicke. Die Thargoiden haben ihre Rechnung ohne die unabhängigen Piloten der Pilotenvereinigungen gemacht. Mit Excel Dangerous, genialen Programmierern und allen voran fest entschlossenen Piloten bereitete man die Verteidigung der Bubble vor.
Wenn ihr die Bubble nicht verteidigt werden die Thargoiden diese übernehmen - Frontier
Wenige Zeit nach der Ankunft des ersten Titanen gab es das Inara des Thargoidenkrieges, den Defence Council of Humanity (DCoH), ein Tool, welches den gesamten Krieg über für taktische Schachzüge und Gegenschläge die Grundlage bildete. Hier konnte man alle Systeme, deren Status, Fortschritt und vieles mehr einsehen.
Mit den Titanen kamen auch nach und nach neue Gegner, von Spähereinheiten wie dem Orthrus, Teil der Interceptor-Klasse, die für die Auskundschaftung neuer Systeme für eine Invasion entsendet wurden. Oder der Glaive, ein Hunter-Klasse-Thargoid: klein, schnell, leicht gepanzert, aber fast unmöglich zu erlegen, wenn in einer Gruppe. Zu guter Letzt auch der Scythe, ein weiterer Vertreter der Hunter-Klasse, entführte aber seit dem Dedicant-Vorfall Menschen und brachte sie zum Titanen. Dort wurden diese unter der Oberfläche in "Rettungskapsel“-Stasis-Kapseln aufbewahrt.
Die verschleppten Menschen sind weder Treibstoff noch Nahrung für die Thargoiden - Seo Jin-ae (D2)
Die Wende
Die Menschheit war an allen Fronten auf dem Rückzug, bis zum Mai fielen über 1.000 an die Thargoiden. Doch nun war die Zeit gekommen, mit neuen Taktiken, Motivation begann der lange Kampf um jedes einzelne Lichtjahr, den die Thargoiden genommen haben.
Nach und nach drängten wir die Thargoiden zurück. Währenddessen haben sich Wissenschaftler an der Entwicklung neuer Module versucht, um die kaustische Wolke um die Stargoid herum zu durchbrechen. Am 9. Mai 3309 war es dann soweit und wir konnten zum ersten Mal die Wolke durchdringen und erfahren, was sich darin verbarg.
Ein Titan. Kein Mond, nein, eine Raumstation. Ein unverwundbares Monster, welches besser bewaffnet war als die Heimatwelten des Imperiums, der Föderation und der Allianz zusammen.
Ein großes "Portal" auf der einen Seite, bestückt mit Dutzenden von Geschützen und verteidigt von Scouts, Interceptoren und Jägerklasse-Thargoiden.
Wenn die Galaktische Gemeinschaft eines bisher gezeigt hat, dann, dass keine Herausforderung zu groß ist. Also machte man sich daran, diesen Gegner zu studieren, zu analysieren.
Währenddessen läuft der Kampf in den umliegenden Systemen weiter...
Auch wurden neue Thargoiden-Bodenstrukturen entdeckt, die scheinbar als Nachschublager verwendet wurden, die Spire Sites. Durch deren Belagerung konnten die äußersten Systeme geschwächt und befreit werden. Gleichzeitig machten sie auch die Kommandanten zu Milliardären im Minutentakt.
Mit vereinter Kraft schaffte man es schließlich, dem Titanen Taranis alle Systeme zu entreißen. Der Titan war wehrlos. Allerdings konnte man den darauffolgenden Gegenschlag nicht auffangen und man musste das hart umkämpfte System wieder aufgeben.
Das änderte sich am 26. Februar 3310. Nach langer Forschung gelang es, eine Waffe zu entwickeln, mit der der Titan verwundbar wurde: der Nanite-Torpedo. Mit diesem konnten die Lüftungsschächte des Titanen geschlossen werden, der gezwungen war, seinen Kühlturm auszufahren. Eine Schwachstelle.
Aber es gab ein Problem. Je mehr Systeme um den Titanen noch unter thargoidischer Kontrolle lagen, desto schwieriger war es, den Titanen zu zerstören. Also mussten die Nachschubwege zuerst angegriffen werden.
Der Krieg trat in die finale Phase ein. Mit nur noch wenigen Systemen unter thargoidischer Kontrolle war Taranis das erste Ziel. Während die Verteidigung an anderen Titanen weiterging, wurden Taranis nach und nach die letzten verbleibenden Systeme genommen, bis dieser am 2. März 3310 fiel. Kurze Zeit später, am 17. März, fiel Titan Leigong. Danach Titan Oya am 24. April, dann Titan Indra am 9. Juli, Titan Thor am 19. August und Titan Raijin am 24. Oktober.
Krieg hat keinen Platz für Gefühle und auch in diesem Falle wurden Tausende entführter Menschen zusammen mit jedem Titan gesprengt. Nachdem alle Herzen eines Titanen zerstört wurden, war die Stunde der Retter gekommen. Für die nächsten 24 Stunden retteten diese Kommandanten eine ungezählte Anzahl von Menschen vor dem sicheren Tod.
Aber ein Titan war noch übrig, Titan Cocijo hatte die meisten Systeme und war der schwierigste zurückzuerobern. Völlig unerwartet aktivierte dieser seine Antriebe und nahm Kurs auf das Sol-System.
Der Kampf um Sol
Der finale Kampf hat begonnen. Die Thargoiden haben unsere Heimatwelt von D2 erfahren, als diese in ein Koma fiel. Cocijo brauchte einige Tage, um das Sol System zu erreichen, aber der Initialschlag war dadurch nicht verringert. Von einem erdnahen Orbit aus strömten die Thargoiden durch das System, attackierten Stationen, verschleppten Menschen und zerstörten alles und jeden, der ihnen in den Weg kam. Selbst über die Grenzen des Systems hinaus entrissen die Thargoiden die Kontrolle ganzer Sternensysteme der Menschheit.
Ein letztes Mal würde die Menschheit gemeinsam die Waffen erheben und mit vereinten Kräften System um System zurückerobern.
Nach Tagen des Kampfes standen wir vor dem Titan, um ein letztes Mal die Titanenbomber zu entsenden. Ein letztes Mal die Rettungsschiffe bereitstellen für die Tausenden von Seelen, die von den Scythes verschleppt wurden.
Am 18. Dezember 3310 war es dann so weit: ~730 Tage nach der Ankunft des Titans Taranis fiel der letzte dieser Art, Titan Cocijo am 18. Dezember 3310.
Der Krieg war gewonnen, aber zu welchem Preis? 57 Milliarden Menschen wurden getötet oder mussten ihre Heimat verlassen, 300 Tausend Schiffe wurden zerstört, 21 Millionen Thargoiden getötet und weit über 1 Million Proben gesammelt. Zwei Jahre haben ihre Narben hinterlassen und die Galaxie war nicht mehr dieselbe.
Der Kampf um Oya
8 Titanen, Hunderte von Systemen unter Angriff und eine kleine Anti-Xeno-Truppe. Das war die Situation für Stellanebula Project am Beginn des Krieges. Von zwei Titanen umzingelt hielten sich unsere Heimatsysteme zwischen Titan Oya und Raijin auf.
Nach anfänglicher Unentschlossenheit und dem simplen "Auf die AXI hören" verlagerten wir unser Einsatzgebiet auf den Titan Oya.
Natürlich standen wir im regen Austausch mit den anderen Kommandanten, um neue Taktiken und Entdeckungen zu teilen. Eine dieser neuen Taktiken hat uns den Krieg gewonnen. Das "Sampeln" bzw. die Kunst mithilfe von Forschungsdrohnen Proben von Thargoiden zu sammeln, welche zwar geringen finanziellen Wert besitzen, aber die Systeme schneller von Thargoiden befreite als jedes Insektenschutzmittel je könnte...
Monate, beinahe Jahre lagen vor uns, in denen wir hauptsächlich eines gemacht haben: gesampelt und getestet… Anfänglich an Interceptoren, später an einzelnen Scouts (Excel Dangerous). Dieses Sampeln kann man sich so vorstellen: Einen Scout gefunden, wurde dieser über 45 Minuten von einem oder mehreren Schiffen so lange mit Drohnen beschossen, bis die Drohnen leer waren bzw. der Frachtraum voll. Dann hielt ein Kommandant die Instanz offen und dann ging der Spaß von vorne los. In diesen 45 Minuten gab es so viel zu tun, dass wir dafür ein eigenes Tool entwickelt haben: den Sample Automater. Ein Gummiband, ein Akku oder anderes, welches auf den Feuerknopf gelegt wird, damit die Drohnen weiter geschossen werden, während man irgendwie die Zeit vertreibt.
Es war nicht immer spaßig, aber es war effektiv. Und durch Kommandant Phil P (der leider in der Zwischenzeit verstorben ist) erfuhren wir auch von einer noch effektiveren Sample-Methode, dem Buddy-Sampling. Eine Methode, bei der man einen Scout einfriert und diesen somit sehr effektiv besamplen kann. Dabei wird auch noch ein Teamsystem benutzt, bei welchem ein T9 mit vielen Drohnen sammelt und ein anderes Schiff die Proben wegbringt. Ein paar Tage später treffen wir uns erneut mit Phil und zeigen ihm wie wir die Methode noch verbessert haben, seine Antwort darauf:
Ich habe auch nichts anderes von Deutschen erwartet....
Titan Oya war ein spezieller Titan, der einzige, welcher sich gegen seine Zerstörung wehrte. Durch brillante Schachzüge und die jahrelangen Anstrengungen der SNP-Kommandanten konnten umliegende Systeme so schnell zurückerobert werden, dass der Titan aus reiner Panik eine Armee an Orthrussen ausschickte, um das System zurückzuerobern (Galnet News). Panik brach auch aus: Wie kann man so viele Systeme in nur einer Woche verteidigen? Eine Notsitzung wurde einberufen. Dutzende Vertreter der AX-Staffel rund um Oya trafen sich im AXI-Discord. Die Stimmung war am Boden, aber man gab sich kämpferisch. Dieser Titan würde fallen und auf den ersten Blick sah es schlimmer aus, als es war. Viele der Systeme konnte man schnell zurückerobern und so begann die finale Phase im Kampf um den Titan Oya.
Titan Oya war unser Titan. Hier haben wir den Großteil des Thargoiden Krieges verbracht, Events veranstaltet, gesampelt, gekämpft und taktiert. Der Titan ist der einzige der 8 Titanen, welcher nie über 85 kontrollierte Systeme gekommen ist und auch unsere eigenen Brückenköpfe konnten wir dort einrichten.
(Quelle: Frontier Forum)
SNP in den Galnet News
Das Stellanebula Project hat sich definitiv einen Ruf im Thargoiden-Krieg erarbeitet. Und auch in die Galnet News haben wir es geschafft.
Seit dem Fall des vierten Titan Hadad häufen sich die Berichte, dass die Expansionsbemühungen der Thargoiden schwächer geworden sind. Während Thargoiden weiter von den Titans aus expandieren, verstärken sie ihre Turmstandorte nicht mehr. Darüber hinaus haben unabhängige AX-Geschwader wie etwa SNPX, AXI und MUDD weniger Widerstand bei der Abwehr von Invasionen festgestellt.
-Galnet News












